Sichere, spielerische Partizipation im Jugendmedienschutz – Let’s Block A Lot, AKJS SH e.V.
Mit einem Special-Video in meinem Youtube-Kanal beleuchte ich unser Projekt „Let’s Block A Lot“ bei der Aktion Kinder- und Jugendschutz (AKJS) Schleswig-Holstein e.V. Die erste Hälfte erläutert, wie mein Konzept einen zeitgemäßen Rahmen für Jugendmedienschutz setzt. Die zweite Hälfte nimmt mit auf eine digitale Rundreise durch die Luanti-Basiswelt und die Prinzipien, wie ich sie angelegt habe.
Wie gelingt eine echte Partizipation von Kindern und Jugendlichen beim Medienschutz? Gemeinsam mit der Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein (AKJS SH e.V.) habe ich das Projekt „blockalot kids“ bei der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) beantragt. Letztere ist vielleicht noch besser bekannt unter ihrer alten Bezeichnung „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) bis 2021.
In Luanti (ehemals Minetest), einer offenen Variante von Minecraft, schaffen wir eine sichere, spielerische Umgebung und berücksichtigen dabei vier Bereiche der Jugendbildung: Gruppen von Jugendlichen und Kindern aus der Schule, dem Ganztag, der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendhilfe gestalten dafür selbst Areale in einer Spielwelt.
Ziel ist es, dass eine erste Workshop-Reihe mit 13-17-jährigen die Inhalte des Jugendmedienschutz aus vorbereiteten Materialien auswählt und erzählte sowie spielmechanische Elemente daraus gestaltet. Dem Medienpeer-Gedanken folgend, werden die entstandenen Inhalte mit Kindern zwischen 8 und 12 Jahren angewendet und weiterbearbeitet. Die Ergebnisse des Projektes sollen ab Januar 2027 frei für Akteure in Bildungsarbeit zur Verfügung stehen.
MIt der Erlaubnis des AKJS SH e.V. gibt mein Special-Video Einblicke zu den Beteiligten, der Grundanlage des Projekts und zur methodischen Vorgehensweise. Es erläutert, warum Luanti anstelle von Minecraft die bessere Lösung für den Jugendmedienschutz ist. Hinzu kommt, dass unsere Konzeption ideal an Befunde der Medienforschung und den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen der Kommission für Jugendmedienschutz für das Bundesfamilienministerium entspricht.
In der zweiten Hälfte führe ich in der Spielwelt durch den Einstiegsbereich für ein Tutorial, bevor ich die vorbereiteten Spielgebiete erläutere. Dabei stelle ich vor, nach welchen Prinzipien ich das World-Building vornahm. Die Spielwelt muss Denkanstöße bereits aus ihrer Grundanlage geben, die die jugendlichen Konstrukteur:innen aufnehmen und in eigene Konzepte umsetzen können. In der Games-Entwicklung bezeichnet man so ein Konzept treffend als Environmental Storytelling.
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