Projekt

Kinder- und Jugendschutz mit Blockalot und Luanti – Projekt, AKJS SH

Bewilligt! Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendschutz (BzKJ) fördert als kindgerechtes digitales Angebot ein besonderes Projekt echter Partizipation, das ich zusammen mit Benjamin Holm als Geschäftsführer der Aktion Kinder- und Jugendschutz (AKJS) Schleswig-Holstein entworfen habe. Mithilfe digitaler Spielwelten rücken wir die Vorstellungen von Kindern und Jugendlichen zu Themen des Kinder- und Jugendmedienschutzes in den Mittelpunkt. Sie sollen selbst die Umsetzung mitbestimmen.

Debatten über Kinder und digitale Medien konzentrieren sich häufig auf Risiken. Kinder und Jugendliche benötigen aber auch positive und sichere Erfahrungsräume, in denen sie Kommunikation, Datenschutz, Künstliche Intelligenz oder digitale Teilhabe praktisch erlernen können. Ziel ist es, Zutrauen in die Fähigkeiten der Jugendlichen setzen, ihnen echte Partizipation zu ermöglichen und damit zu relevanteren, eingängigeren Ergebnissen für die beide Zielgruppen zu gelangen. Weil mir dieses Vorhaben schon lange ein Anliegen ist, unterstütze ich bei der Koordination, betreue die Workshops inhaltlich und entwickle konzeptionell auch Folgeanträge weiter mit.

Die älteren Heranwachsenden (13-16) erarbeiten für jüngere Zielgruppen (8-12) modulare Spielerfahrungen, die Minecraft optisch und spielmechanisch ähneln. Damit sind sie gut für beide Zielgruppen erkennbar und ihre Funktionsweise lesbar. Im Projekt bereiten wir Materialien aus dem Kinder- und Jugendschutz für die jugendlichen Kreativen auf. Sie aber wählen daraus die Themengebiete, die sie als Peers der kindlicheren Gruppen für relevant halten. Obendrein überlegen sie, wie sie für dieses Ziel die Eigenschaften von Spielen ideal nutzen können. Die jeweiligen Themen sollen sie methodisch sinnvoll auch durch die Spielmechaniken transportieren.

Dafür nutzen wir Spielwelten in Luanti (ehemals Minetest), das als offene Software ein Derivat von Minecraft ist. Damit sind sie exportiertbar für Einrichtungen, die dafür selbst einen Server aufsetzen wollen – beispielsweise in der digitalen Offenen Kinder- und Jugendarbeit oder für einen schulischen Ganztag. Werkzeuge für die Moderation und zur Einrichtung des Servers bietet komfortabel das erprobte und wegweisende Bildungsangebot von „blockalot“ aus dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. Die Kolleg:innen bauen dort für Bildungseinrichtungen die Hürden mit Luanti weitgehend ab. Nicht immer muss alles neu erfunden werden. Nachhaltige, föderale Kooperation muss unser gemeinsames Ziel in der Bildung sein.

Mit dem partizipativen Ansatz lehnen wir uns an den großen Erfahrungsschatz der AKJS SH zu Peer-Konzepten wie z.B. mit den Medienpeers an. Hinzu kommt die versammelte inhaltlichen Expertise zu Kinder- und Jugendschutzthemen der Kolleg:innen im AKJS. Julius Keinath übernimmt die Projektleitung und steuert seine eigene Expertise bei. Institutionelle Partner:innen beteiligen sich bewusst neben Schulen auch aus außerschulischen Einrichtungen und der Jugendhilfe.

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