In die volle Selbständigkeit – In eigener Sache, Hamburg
Im dichten Nebel lässt sich nicht erkennen, ob man fällt oder fliegt. Bis das Ergebnis eintritt, kann man also erstmal davon ausgehen, dass man sich im Flug befindet. Also gehe ich den Schritt in eine volle Selbständigkeit. Schon lange bin ich nebenberuflich selbständig. Angesichts vieler toller Partner:innen, Auftraggeber:innen und Institution hat sich das lange abgezeichnet. Es wird einfach Zeit, systematisch den Erfolg zu testen.
Mehrere Jahre schon führe ich ein Doppelleben. Es besteht aus angestellten Tätigkeiten und nebenberuflichen Projekten. Notgedrungen entstand die Zweigleisigkeit aus unablässig befristeteten Tätigkeiten in der Wissenschaft und bei Projekten, um Einkünfte sicherzustellen und mit geschätzten Kontakten überhaupt weiterarbeiten zu können.
Es hat mir immer viel Freude gemacht, vielfältige Partnerinnen und Partnern bei konkreten Projekten mit meinen Erfahrungen und Kompetenzen zu unterstützen. Für historische Blickwinkel bei Games, digitale Medienkompetenzen von Fachkräften oder Ermächtigung von Heranwachsenden im Jugendmedienschutz arbeitete ich mit den Landeszentralen für politische Bildung, Instanzen des Jugendmedienschutzes, Games Entwicklern oder Museen und Gedenkstätten zusammen.
Zunehmend ist das nicht nur vielfältiger, erfüllender und effektiver als die angestellten Tätigkeiten. Die festen Arbeitsverhältnisse saugen viel Energie und Zeit aus; überbordende Bürokratie, endlose Abstimmungsprozesse und wenig veränderliche Rahmenbedingungen. Selbst wenn sie offenkundig einer digitalen Zeit nicht angepasst waren. Oder die sogar als falsch erkannt wurden, eine Änderung aber aufwändig gewesen wäre. Völlig absurde Zustände.
Im letzten Jahr stetig in Bewerbungsprozessen, bei Gesprächen mit Coaches und mit bekannten Geschäftsleitungen, formte sich immer mehr eine Erkenntnis: Mein breites Profil an projektbasierten Tätigkeiten erschwert zunehmend das Zutrauen, dass ich in einer dauerhaften Anstellung für einzelne Themen verwendbar sei – trotz Budget- und Leitungserfahrung und bald zwei Dekaden an Erfahrungen zwischen Geschichte, Medienkompetenzen und Digitalisierung der Gesellschaft.
Auf mich wirken die Stunden in jeder Woche, sich um eine Anstellung zu bemühen, zunehmend wie verplempertes Potenzial. Meine Energie und Lebenszeit setze ich nun sinnvoller ein, indem ich sie systematisch auf die Selbständigkeit konzentriere.
Viele tolle Partner:innen und Auftraggeber:innen, die ich schon habe, wünschten mir schon länger dazu den Mut. Hier sei einmal für euren Zuspruch gedankt. Natürlich freut mich, wenn den Kontakt nun auch neue Interessierte aufnehmen. Meine Webseite bietet einen strukturieren Überblick über alles, was ich anzubieten habe. Die oben stehenden sozialen Kanäle enthalten auch reichhaltig Futter für Neugierige.
Zeigt das Titelbild einen Sonnenaufgang? Oder einen Sonnenuntergang? Aus dem Moment heraus lässt sich das kaum bestimmen, bis man mehr über Informationen über die Situation hat. Die Entwicklung über die Zeit wird es im Ergebnis zeigen.
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