Collage aus Elementen des Workshops mit dem Titel für die HaKiJu 2026
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Von Gefahrenabwehr zur Selbstwirksamkeit – Workshop, HaKiJu Hamburg

In einem ganztägigen Workshop für die Fortbildungsabteilung der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe (HaKiJu) e.V. arbeitete ich am 25.2.2026 mit 21 Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe zu digitalen Medienkomptenzen. Als Ziel sollten die Teilnehmenden die Größenordnung der Gefahren einschätzen können, Werkzeuge für Medienverhalten aktiv analysieren und methodische Strategien gemeinsam anhand konkreter digitaler Medienbeispiele erproben. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren sehr positiv, und sie wünschten sich eine Fortsetzung.

Eine Vorstellungsrunde sammelte zunächst Kernanliegen der Teilnehmenden – zum Beispiel prägende Schlüsselerfahrungen aus dem beruflichen oder privaten Alltag (ob nun positiv oder negativ). Dabei zeigte sich, dass sich die Fachkräfte durchaus neben ihren Bedenken und Ängsten auch wünschten, einen positiveren Umgang mit digitalen Medien aufzeigen zu können. Grob folgte auf diesen Austausch zum Einstieg der Arbeitsteil, den ich mit einem zunehmenden Anteil von Praxiselementen in drei Abschnitte aufgeteilt hatte.

Zunächst betrachteten wir anhand medienpädagogischer und medizinischer Studien das Phänomen digitaler Medien und der Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen systematisch. Dafür hatte ich die Bereiche digitales Spielen und Social Media auf Smartphones in den Mittelpunkt gestellt. Dieser Abschnitt stellte vor, wie genauere Blicke in die Studien helfen können, um in der scheinbar überbordende Masse an Problemen geeignete Ansatzpunkte für die soziale Arbeit zu identifizieren. Dabei erfolgte ein angeregter, durchaus kontroverser Austausch der Teilnehmenden untereinander, den ich moderierte.

Vorbereitet durch diese grundlegenden Abschnitt stellte ich mehrere existierende Hilfsmittel im Netz vor, um sich selbst zu reflektieren oder gemeinsam mit den Klient:innen das Medienverhalten näher zu betrachten. Die ausgewählten Tools untersuchten Tandems aus den Teilnehmden in einer Praxisübung darauf, welche Tools für die Arbeit mit welchen Kindern und Jugendlichen in welchen Settings passend. Im Austausch darüber konnten die Gruppen sinnvolle Gebiete identifizieren, um sie in diversen Situationen einzusetzen.

Den Nachmittag verwendete der Workshop auf eine weitere Praxisübung, nachdem ich einleitend den besonderen methodische Wert einer sozialpädagogischen Medienarbeit herausarbeitete. Entlang von digitalen Spielen, der visuellen Jugendkultur sogenannter „Memes“ und einem Beispiel für Künstliche Intelligenz erhielten die Teilnehmenden je eine Aufgabe für ein Anwendungsbeispiel in der Kinder- und Jugendhilfe.

Wegen der schieren Masse möglicher Themen zur digitalen Medienkompetenz stellten wir in der abschließenden Auswertung fest, dass zwei Personen bestimmte Themen vermissten. Bei einer Person lag dies daran, dass sie ausgerechnet die vorgestellten Fallbeispiele im letzten Praxisteil bereits kannte. Das andere Praxisbeispiel für Einsatzszenarien der Analysetools hielt er jedoch für sehr hilfreich. Die andere Person hätte sich mehr Einblicke in Themen wie Cybergrooming und Sexualisierte Gewalt gewünscht.

Als Schwerpunkt hatte ich den Workshop nun um das Phänomen der Mediensucht konzentriert – was für einen so großen Themenkomplex auch durch die Teilnehmenden verstanden wurde. Allerdings fand sich auch diese Person von den zwei großen Praxisteilen gut eingeführt. Insgesamt fanden Struktur und Schwerpunkte des Workshops zumindest in der direkten Rückmeldung große Zustimmung – verbunden mit dem Wunsch, thematisch und zu anderen Schwerpunkten noch in weiteren Fortbildungen nachzulegen. (Die schriftlichen Evaluationsbögen wird mit der Fortbildungsabteilung noch erfolgen.)

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