{"id":77,"date":"2013-03-04T20:18:25","date_gmt":"2013-03-04T19:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/niconolden.de\/person\/?p=77"},"modified":"2019-06-09T19:22:17","modified_gmt":"2019-06-09T17:22:17","slug":"ablehnung-der-dfg-zum-hybridantrag-hamburger-threse-1400-1450","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/niconolden.de\/person\/2013\/03\/04\/ablehnung-der-dfg-zum-hybridantrag-hamburger-threse-1400-1450\/","title":{"rendered":"Hybridantrag &#8222;Hamburger Threse 1400-1450&#8220; &#8211; Ablehnung durch DFG"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein neuer Versuch, das <a href=\"http:\/\/www.threse.uni-hamburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">|&gt;Projekt zur Hamburger Threse<\/a> an der Universit\u00e4t Hamburg  fortzusetzen, ist gescheitert. Das hybride Editionsprojekt sollte die Vorteile einer Druckedition und der <strong>webgest\u00fctzten Quellenpr\u00e4sentation<\/strong> kombinieren. Ich  beantragte, an den Zeitraum der im Winter erscheinenden Druckedition f\u00fcr 1350-1399 anschlie\u00dfend, die n\u00e4chsten 50 Jahre der Threse des  Staatsarchivs wissenschaftlich zu edieren. In dem Archivbestand, der unter anderem die kostbarsten Archivalien des Hamburger Rates aus dem  Sp\u00e4tmittelalter enth\u00e4lt, lagern zwischen 1400 und 1450 allein 752 Urkunden.   <\/p>\n\n\n\n<p>Die Gutachter lobten meine Person, das Konzept, die exakte Kalkulation und die Vorarbeiten &#8211; und sahen besonders positiv, dass aufgrund meiner   <strong>Erfahrungswerte<\/strong> aus dem Vorg\u00e4ngerprojekt die Zahlen sehr verl\u00e4sslich w\u00e4ren. Aufgrund der Vor\u00fcberlegungen, der Erfahrungen im Vorg\u00e4ngerprojekt und  der Kalkulationen war ich aber auch gezwungen, die Bearbeitung des Bestandes bis zum Ende des Hamburger Sp\u00e4tmittelalters durch Bugenhagens Kirchenreform  im Jahr 1529 in mehrere Phasen zu unterteilen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Dies nahm nun der Endausschuss der DFG zum Anlass, den Antrag abzulehnen. Schlie\u00dflich sei das Vorhaben in mehreren Phasen klassischerweise als   <strong>Langfristvorhaben<\/strong> zu beantragen, und k\u00f6nne deshalb nicht je Phase als einzelnes Sachmittelprojekt gef\u00f6rdert werden. Es handelt sich also um eine  reine Formentscheidung, obwohl in der Sache das Projekt ausdr\u00fccklich als f\u00f6rderungsw\u00fcrdig eingestuft wurde.  <\/p>\n\n\n\n<p>Anstelle den Antrag durch mich schlicht nachbessern zu lassen oder ihn auf den zust\u00e4ndigen Schreibtisch weiterzureichen, nimmt man also lieber in Kauf,  einem offenbar als f\u00e4hig best\u00e4tigten Wissenschaftler wie mir das <strong>Berufsleben<\/strong> abzuw\u00fcrgen. Mir bleibt jedoch keine Wahl. Will ich an dem Projekt weiter  arbeiten &#8211; und ich halte diese Grundlagenarbeit nach wie vor f\u00fcr au\u00dferordentlich wichtig &#8211; muss ich wohl erneut und in der gew\u00fcnschten Form beantragen.   <\/p>\n\n\n\n<p>Und wieder bin ich gezwungen, ein <strong>Jahr<\/strong> auf die Gutachten zu warten. Was f\u00fcr ein Berufsfeld. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neuer Versuch, das |&gt;Projekt zur Hamburger Threse an der Universit\u00e4t Hamburg fortzusetzen, ist gescheitert. Das hybride Editionsprojekt sollte die Vorteile einer Druckedition und der webgest\u00fctzten Quellenpr\u00e4sentation kombinieren. Ich beantragte, an den Zeitraum der im Winter erscheinenden Druckedition f\u00fcr 1350-1399 anschlie\u00dfend, die n\u00e4chsten 50 Jahre der Threse des Staatsarchivs wissenschaftlich zu edieren. In dem Archivbestand, der unter anderem die kostbarsten Archivalien des Hamburger Rates aus dem Sp\u00e4tmittelalter enth\u00e4lt, lagern zwischen 1400 und 1450 allein 752 Urkunden. Die Gutachter lobten meine Person, das Konzept, die exakte Kalkulation und die Vorarbeiten &#8211; und sahen besonders positiv, dass aufgrund meiner Erfahrungswerte aus dem Vorg\u00e4ngerprojekt die Zahlen sehr verl\u00e4sslich w\u00e4ren. Aufgrund der Vor\u00fcberlegungen, der Erfahrungen im Vorg\u00e4ngerprojekt und der Kalkulationen war ich aber auch gezwungen, die Bearbeitung des Bestandes bis zum Ende des Hamburger Sp\u00e4tmittelalters durch Bugenhagens Kirchenreform im Jahr 1529 in mehrere Phasen zu unterteilen. Dies nahm nun der Endausschuss der DFG zum Anlass, den Antrag abzulehnen. Schlie\u00dflich sei das Vorhaben in mehreren Phasen klassischerweise als Langfristvorhaben zu beantragen, und k\u00f6nne deshalb nicht je Phase als einzelnes Sachmittelprojekt gef\u00f6rdert werden. Es handelt sich also um eine reine Formentscheidung, obwohl in der Sache das Projekt ausdr\u00fccklich als f\u00f6rderungsw\u00fcrdig eingestuft wurde. Anstelle den Antrag durch mich schlicht nachbessern zu lassen oder ihn auf den zust\u00e4ndigen Schreibtisch weiterzureichen, nimmt man also lieber in Kauf, einem offenbar als f\u00e4hig best\u00e4tigten Wissenschaftler wie mir das Berufsleben abzuw\u00fcrgen. Mir bleibt jedoch keine Wahl. Will ich an dem Projekt weiter arbeiten &#8211; und ich halte diese Grundlagenarbeit nach wie vor f\u00fcr au\u00dferordentlich wichtig &#8211; muss ich wohl erneut und in der gew\u00fcnschten Form beantragen. Und wieder bin ich gezwungen, ein Jahr auf die Gutachten zu warten. 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