{"id":74,"date":"2013-05-22T20:14:20","date_gmt":"2013-05-22T18:14:20","guid":{"rendered":"https:\/\/niconolden.de\/person\/?p=74"},"modified":"2019-06-09T19:21:14","modified_gmt":"2019-06-09T17:21:14","slug":"hansische-quellen-im-digitalen-zeitalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/niconolden.de\/person\/2013\/05\/22\/hansische-quellen-im-digitalen-zeitalter\/","title":{"rendered":"Hansische Quellen im digitalen Zeitalter, Wismar"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf der 129. Pfingsttagung des Hansischen Geschichtsvereins in Wismar hatte ich die Gelegenheit, in einem Vortrag aus den Fortschritten meiner Doktorarbeit  zu berichten. Unter dem Titel &#8222;Hansische Quellen im <strong>Webzeitalter<\/strong>. Chancen und Nutzen durch die Prinzipien digitaler Editorik&#8220; begr\u00fcndete ich didaktisch  wie methodisch, warum und wie webgest\u00fctzte Editionen von historischen Quellen besser an die grundlegenden Eigenschaften des digitalen Mediums  anzupassen sind. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"363\" src=\"https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/HansiQuell.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-75\" srcset=\"https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/HansiQuell.jpg 500w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/HansiQuell-300x218.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption> <br>   <br>Abb. Die L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr spielerischere Ans\u00e4tze beim Edieren historischer Quellen<br>im Web wurden sehr positiv aufgenommen. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr erl\u00e4uterte ich zun\u00e4chst den Befund an bereits vorhandenen Projekten wichtiger Editionswerke. Obwohl die digitalen Medien sich nun schon seit einiger Zeit  weit verbreitet haben, wird immer noch zu wenig <strong>hinterfragt<\/strong>, ob das, was wir Forscher dort anbieten, wirklich den Bedingungen des Web Rechnung tr\u00e4gt oder  schlicht bekannte Strukturen und Systeme unreflektiert auf das Netz \u00fcbertragen werden. Auf der anderen Seite wird zu viel das betrieben, was technisch machbar  ist, zu wenig aber dar\u00fcber nachgedacht, was erkenntnistheoretisch und didaktisch wirklich sinnvoll w\u00e4re.  <\/p>\n\n\n\n<p>Ich erl\u00e4uterte vor den mehr als hundert Teilnehmern und G\u00e4sten der Tagung, weswegen aus den Eigenschaften von digitalen Netzwerken grunds\u00e4tzliche Anforderungen  an Editionen im Web folgen und wie diese realisiert werden k\u00f6nnten. Denn diese Bedingungen werden bereits in vielen Aspekten durch Methoden und Prozesse in  bestimmten Formen von Videospielen bedient, den Massively Multiplayer Online Roleplaying Games (<strong>MMORPGs<\/strong>). Deren Eigenschaften und Verfahrensweisen  sind wegweisend auch f\u00fcr webbasierte Anwendungen in der Wissenschaft, respektive der Geschichtswissenschaft. Meine Dissertation bietet daf\u00fcr nicht nur  theoretisch Denkkonzepte an, sondern wird auch anhand einer begleitenden Webanwendung L\u00f6sungen illustrieren.  <\/p>\n\n\n\n<p>Der Vortrag wurde sehr intensiv debattiert, auch im Hinblick auf die Folgen f\u00fcr den Hansischen Geschichtsverein und seine historische Grundlagenforschung.  Dabei spielten Kostenfragen eine Rolle, und meine konkreten Vorstellungen wurden erbeten, bestimmte Detailfragen zu l\u00f6sen. Mir zeigten die <strong>Reaktionen<\/strong> auf diesen Vortrag, dass es sich bei den Mitgliedern des Hansischen Geschichtsvereins um einen sehr aufgeschlossenen Kreis handelt, der bereit ist, auch sehr unkonventionelle Anregungen und Neuerungen sehr offen zu diskutieren. Nach meinem Daf\u00fcrhalten liegt in dieser gemeinsamen Erkenntnis bereits ein sehr  gro\u00dfer Erfolg meines Vortrags.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der 129. Pfingsttagung des Hansischen Geschichtsvereins in Wismar hatte ich die Gelegenheit, in einem Vortrag aus den Fortschritten meiner Doktorarbeit zu berichten. Unter dem Titel &#8222;Hansische Quellen im Webzeitalter. Chancen und Nutzen durch die Prinzipien digitaler Editorik&#8220; begr\u00fcndete ich didaktisch wie methodisch, warum und wie webgest\u00fctzte Editionen von historischen Quellen besser an die grundlegenden Eigenschaften des digitalen Mediums anzupassen sind. Daf\u00fcr erl\u00e4uterte ich zun\u00e4chst den Befund an bereits vorhandenen Projekten wichtiger Editionswerke. Obwohl die digitalen Medien sich nun schon seit einiger Zeit weit verbreitet haben, wird immer noch zu wenig hinterfragt, ob das, was wir Forscher dort anbieten, wirklich den Bedingungen des Web Rechnung tr\u00e4gt oder schlicht bekannte Strukturen und Systeme unreflektiert auf das Netz \u00fcbertragen werden. Auf der anderen Seite wird zu viel das betrieben, was technisch machbar ist, zu wenig aber dar\u00fcber nachgedacht, was erkenntnistheoretisch und didaktisch wirklich sinnvoll w\u00e4re. Ich erl\u00e4uterte vor den mehr als hundert Teilnehmern und G\u00e4sten der Tagung, weswegen aus den Eigenschaften von digitalen Netzwerken grunds\u00e4tzliche Anforderungen an Editionen im Web folgen und wie diese realisiert werden k\u00f6nnten. Denn diese Bedingungen werden bereits in vielen Aspekten durch Methoden und Prozesse in bestimmten Formen von Videospielen bedient, den Massively Multiplayer Online Roleplaying Games (MMORPGs). Deren Eigenschaften und Verfahrensweisen sind wegweisend auch f\u00fcr webbasierte Anwendungen in der Wissenschaft, respektive der Geschichtswissenschaft. Meine Dissertation bietet daf\u00fcr nicht nur theoretisch Denkkonzepte an, sondern wird auch anhand einer begleitenden Webanwendung L\u00f6sungen illustrieren. Der Vortrag wurde sehr intensiv debattiert, auch im Hinblick auf die Folgen f\u00fcr den Hansischen Geschichtsverein und seine historische Grundlagenforschung. Dabei spielten Kostenfragen eine Rolle, und meine konkreten Vorstellungen wurden erbeten, bestimmte Detailfragen zu l\u00f6sen. Mir zeigten die Reaktionen auf diesen Vortrag, dass es sich bei den Mitgliedern des Hansischen Geschichtsvereins um einen sehr aufgeschlossenen Kreis handelt, der bereit ist, auch sehr unkonventionelle Anregungen und Neuerungen sehr offen zu diskutieren. 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