{"id":508,"date":"2019-06-27T14:20:39","date_gmt":"2019-06-27T12:20:39","guid":{"rendered":"https:\/\/niconolden.de\/person\/?p=508"},"modified":"2019-07-03T20:11:49","modified_gmt":"2019-07-03T18:11:49","slug":"gamelab-in-research-and-teaching-public-history-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/niconolden.de\/person\/2019\/06\/27\/gamelab-in-research-and-teaching-public-history-hamburg\/","title":{"rendered":"GameLab in Research and Teaching &#8211; Public History, Hamburg"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Kollegen Eduardo Morettin und V\u00edtor Blotta von der Universit\u00e4t <strong>Sao Paulo<\/strong> besuchten uns am Donnerstag, den 27.6., in der Public History Hamburg. In einem eng getakteten, kontinuierlichen Werkstattgespr\u00e4ch entlang von Pr\u00e4sentationen unserer Themenschwerpunkte loteten sie mit uns Wege aus, transatlantisch zusammen zu arbeiten. Vortr\u00e4ge und Diskussionen \u00fcber den Tag wurden auf Englisch gef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb gab ich ihnen Einblick in die Entstehung unseres GameLabs und der Ludothek, einer umfangreichen Spielesammlung, unter dem Titel &#8222;The Public History GameLab in Research and Teaching&#8220;. Ausgehend von der Infrastruktur und ihrer Konzeption zu einem <strong>Gesamtprojekt<\/strong>, erl\u00e4uterte ich die historischen Erkenntnisinteressen, welche der Zusammenstellung zugrunde lagen. Welche Bedeutung die historischen Inszenierungen digitaler Spiele in der Gesellschaft besitzen und welche f\u00fcr die Geschichtswissenschaft schilderte ich in einem zweiten Schritt. In den vergangenen zehn Jahren drangen wir in immer tiefere, komplexere Fragestellungen und Probleme vor, deren L\u00f6sungsversuche ich anhand meiner Doktorarbeit ausdifferenzierte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"633\" src=\"https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_USPVisitLudothek-1024x633.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-510\" srcset=\"https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_USPVisitLudothek-1024x633.png 1024w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_USPVisitLudothek-300x185.png 300w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_USPVisitLudothek-768x475.png 768w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_USPVisitLudothek-1140x705.png 1140w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_USPVisitLudothek.png 1582w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ein breites Spektrum historischer Erkenntnisinteressen liegt der Beschaffung der LudoThek zugrunde und erm\u00f6glicht somit vielf\u00e4ltige historische Fragestellungen. (Abb. Ausschnitt, eigener Screenshot)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr unsere Besucher jedoch am interessantesten war, wie ich die Ger\u00e4te und Spiele denn nun in den akademischen Unterricht und die Forschung eingebracht habe. Daher erl\u00e4uterte ich zun\u00e4chst die Aktivit\u00e4ten in <strong>Studium und Lehre<\/strong>. Sie konzentrierten sich auf der einen Seite auf die Erkundung von Besch\u00e4ftigungsfeldern, auf Projektkurse nach Prinzipien des Forschenden Lernens sowie auf die individuelle Unterst\u00fctzung von Einzelprojekten, Studierenden oder Kolleginnen und Kollegen. Viele nicht-curriculare Aktivit\u00e4ten wie die Teilnahme an \u00f6ffentlichen Ausstellungen oder dem Hamburger Play-Festival erg\u00e4nzen auf der anderen Seite das Pflichtprogramm f\u00fcr Studierende und Promovierende komplement\u00e4r. Von Veranstaltung zu Veranstaltung verschob ich daf\u00fcr die Schwerpunkte zwischen den Extrema der Analyse, Produktion, Pr\u00e4sentation und Rezension. Wie sich das konkret ausgestaltete, erl\u00e4uterte ich an einem Kurs aus 2017, in dem die Studierenden der Geschichte eigenst\u00e4ndig digitale Spiele produzierten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"666\" src=\"https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_StudiumSchwerpunkte-1024x666.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-512\" srcset=\"https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_StudiumSchwerpunkte-1024x666.png 1024w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_StudiumSchwerpunkte-300x195.png 300w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_StudiumSchwerpunkte-768x500.png 768w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_StudiumSchwerpunkte-1140x742.png 1140w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/GameLab_StudiumSchwerpunkte.png 1468w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Jedes meiner Seminare verschiebt den Schwerpunkt in eines dieser Felder, wenn auch alle Aspekte weiterhin thematisiert werden. (Abb. eigener Screenshot) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Erfolge im Bereich der <strong>Forschung <\/strong>und der personellen Netzwerke waren f\u00fcr die brasilianischen Forscher nicht minder interessant. Hier schilderte ich die Ernsthaftigkeit, mit der ich interdisziplin\u00e4re Forschung vorantreibe, um auf verschiedenen Ebenen mit akademischen Stellen zusammenzuarbeiten, die Spaltung zwischen Praktikern wie etwa im Game Design und der Lehre zu \u00fcberwinden und arbeitsbasierte pers\u00f6nliche Netzwerke zu schaffen. Eine weitere wichtige S\u00e4ule der vergangenen Jahre stellten Lehrlabore an der Universit\u00e4t Hamburg dar, die mit konkreten Jahresprojekten eingeworben wurden, um in der Lehre neue Wege zu erproben. Schlie\u00dflich erl\u00e4uterte ich, welche Strategie uns zwischen Buchpublikationen, internationalen Artikeln, digitalen Fachblogs und \u00d6ffentlichkeitsarbeit leitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine lebhafte Diskussion mit unseren brasilianischen G\u00e4sten zeugte von Faszination und Interesse. Wie werden hoffentlich bei einer zuk\u00fcnftigen <strong>Kooperation <\/strong>die Gespr\u00e4che vertiefen k\u00f6nnen. Die Entwicklung der letzten zehn Jahre lie\u00df sich nur begrenzt in einem der eng getakteten Besuchsslots unterbringen, der Vortrag verschaffte jedoch sicherlich ausreichend \u00dcberblick.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kollegen Eduardo Morettin und V\u00edtor Blotta von der Universit\u00e4t Sao Paulo besuchten uns am Donnerstag, den 27.6., in der Public History Hamburg. In einem eng getakteten, kontinuierlichen Werkstattgespr\u00e4ch entlang von Pr\u00e4sentationen unserer Themenschwerpunkte loteten sie mit uns Wege aus, transatlantisch zusammen zu arbeiten. Vortr\u00e4ge und Diskussionen \u00fcber den Tag wurden auf Englisch gef\u00fchrt. Deshalb gab ich ihnen Einblick in die Entstehung unseres GameLabs und der Ludothek, einer umfangreichen Spielesammlung, unter dem Titel &#8222;The Public History GameLab in Research and Teaching&#8220;. Ausgehend von der Infrastruktur und ihrer Konzeption zu einem Gesamtprojekt, erl\u00e4uterte ich die historischen Erkenntnisinteressen, welche der Zusammenstellung zugrunde lagen. Welche Bedeutung die historischen Inszenierungen digitaler Spiele in der Gesellschaft besitzen und welche f\u00fcr die Geschichtswissenschaft schilderte ich in einem zweiten Schritt. In den vergangenen zehn Jahren drangen wir in immer tiefere, komplexere Fragestellungen und Probleme vor, deren L\u00f6sungsversuche ich anhand meiner Doktorarbeit ausdifferenzierte. F\u00fcr unsere Besucher jedoch am interessantesten war, wie ich die Ger\u00e4te und Spiele denn nun in den akademischen Unterricht und die Forschung eingebracht habe. Daher erl\u00e4uterte ich zun\u00e4chst die Aktivit\u00e4ten in Studium und Lehre. Sie konzentrierten sich auf der einen Seite auf die Erkundung von Besch\u00e4ftigungsfeldern, auf Projektkurse nach Prinzipien des Forschenden Lernens sowie auf die individuelle Unterst\u00fctzung von Einzelprojekten, Studierenden oder Kolleginnen und Kollegen. Viele nicht-curriculare Aktivit\u00e4ten wie die Teilnahme an \u00f6ffentlichen Ausstellungen oder dem Hamburger Play-Festival erg\u00e4nzen auf der anderen Seite das Pflichtprogramm f\u00fcr Studierende und Promovierende komplement\u00e4r. Von Veranstaltung zu Veranstaltung verschob ich daf\u00fcr die Schwerpunkte zwischen den Extrema der Analyse, Produktion, Pr\u00e4sentation und Rezension. Wie sich das konkret ausgestaltete, erl\u00e4uterte ich an einem Kurs aus 2017, in dem die Studierenden der Geschichte eigenst\u00e4ndig digitale Spiele produzierten. Die Erfolge im Bereich der Forschung und der personellen Netzwerke waren f\u00fcr die brasilianischen Forscher nicht minder interessant. Hier schilderte ich die Ernsthaftigkeit, mit der ich interdisziplin\u00e4re Forschung vorantreibe, um auf verschiedenen Ebenen mit akademischen Stellen zusammenzuarbeiten, die Spaltung zwischen Praktikern wie etwa im Game Design und der Lehre zu \u00fcberwinden und arbeitsbasierte pers\u00f6nliche Netzwerke zu schaffen. Eine weitere wichtige S\u00e4ule der vergangenen Jahre stellten Lehrlabore an der Universit\u00e4t Hamburg dar, die mit konkreten Jahresprojekten eingeworben wurden, um in der Lehre neue Wege zu erproben. 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