{"id":147,"date":"2019-01-25T14:00:39","date_gmt":"2019-01-25T13:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/niconolden.de\/person\/?p=147"},"modified":"2019-06-09T12:29:40","modified_gmt":"2019-06-09T10:29:40","slug":"erinnerungskultur-und-digitale-spiele-am-sae-institut-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/niconolden.de\/person\/2019\/01\/25\/erinnerungskultur-und-digitale-spiele-am-sae-institut-leipzig\/","title":{"rendered":"&#8222;Erinnerungskultur und digitale Spiele&#8220; am SAE Institut Leipzig"},"content":{"rendered":"\n<p>Peter Hinz, Academic Coordinator am SAE Institut Leipzig, lud mich f\u00fcr eine Veranstaltung in der Reihe SAE Masterclass in die Messemetropole ein. Im Rahmen meiner Aktivit\u00e4ten auf dem Play-Festival in Hamburg, wurde er auf mich aufmerksam. Da mir schon lange daran liegt, den Diskurs zwischen der Geschichtswissenschaft und der Branche zu verbessern, hat mich die Einladung sehr gefreut. So lie\u00df ich mich nicht lange dazu bitten. <\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Titel &#8222;Erinnerungskultur in digitalen Spielen&#8220; erl\u00e4uterte ich am 25.1.2019 mithilfe vieler konkrekter Beispiele den angehenden Game Designern &#8222;Wie Entwicklerinnen und Entwickler Geschichte schreiben, und warum das wichtig ist!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"586\" src=\"https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/VortragGliedTwitter-1024x586.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-148\" srcset=\"https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/VortragGliedTwitter-1024x586.png 1024w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/VortragGliedTwitter-300x172.png 300w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/VortragGliedTwitter-768x439.png 768w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/VortragGliedTwitter-1140x652.png 1140w, https:\/\/niconolden.de\/person\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/VortragGliedTwitter.png 1217w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abb. Slide zur Gliederung aus meinem Vortrag in Leipzig<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Als Basis er\u00f6rterten wir zun\u00e4chst, was die gesellschaftliche Relevanz digitaler Spiele mit historischen Inszenierungen ausmacht, wieso sie \u00fcberhaupt f\u00fcr die Geschichtswissenschaft von Bedeutung sind, und wie \u00fcberhaupt die Begriffe Geschichte, Erinnerung und Erinnerungskultur zusammenh\u00e4ngen. Danach stellte ich aus meiner Forschungsarbeit einige Formen vor, was Entwickler selbst f\u00fcr &#8222;das Historische&#8220; an ihren Spielen halten. Dem stellte ich gegen\u00fcber, wo die Spielenden in der Erinnerungskultur zu verorten sind. Dass es dichte Diskussionen historischer Ph\u00e4nomene in dieser Erinnerungskultur unter Spielenden gibt, belegten zahlreiche Befunde aus meiner Dissertation zum Offiziellen Forum eines Online-Rollenspieles.<\/p>\n\n\n\n<p>Als praktische Beispiele f\u00fcr den historischen Umgang wandten wir uns dann konkreten Beispielen zu: Ich verglich die Inszenierungen des Ersten Weltkrieges in einem Team-Shooter und in einem Action-Adventure. Wir thematisierten das Mittelalterbild eines Rollenspiels und den damit zusammenh\u00e4ngenden konservativen zeithistorischen Einfluss. Drittens zeigte ich das komplexe, perspektivabh\u00e4ngige Geschichtsbild eines Online-Rollenspieles.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die angehenden  Entwicklerinnen und Entwickler wohl am wichtigsten, kamen wir abschlie\u00dfend auf die Ausgangsfragen zur\u00fcck. Entlang der Beispiele rekapitulierte ich, wie Game Designer Geschichte durch digitale Spiele schreiben &#8211; ob sie es nun bewusst wollen oder nicht. Zahlreiche Gr\u00fcnde, war diese Erkenntnis f\u00fcr die Entwickler selbst wichtig ist, fasste ich schlie\u00dflich am Ende zusammen. Nicht ganz unwesentlich am Beginn der eigenen Karriere ist der Punkt, mit klugen spielmechanischen \u00dcberlegungen in innovativen historischen Szenarien Einzigartigkeit in einem v\u00f6llig \u00fcbers\u00e4ttigten Markt herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Vortrag und die Diskussion wurden sehr positiv aufgenommen. Zurzeit denken wir \u00fcber weiter Formen der Zusammenarbeit nach. <br><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">*<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter Hinz, Academic Coordinator am SAE Institut Leipzig, lud mich f\u00fcr eine Veranstaltung in der Reihe SAE Masterclass in die Messemetropole ein. Im Rahmen meiner Aktivit\u00e4ten auf dem Play-Festival in Hamburg, wurde er auf mich aufmerksam. Da mir schon lange daran liegt, den Diskurs zwischen der Geschichtswissenschaft und der Branche zu verbessern, hat mich die Einladung sehr gefreut. So lie\u00df ich mich nicht lange dazu bitten. Unter dem Titel &#8222;Erinnerungskultur in digitalen Spielen&#8220; erl\u00e4uterte ich am 25.1.2019 mithilfe vieler konkrekter Beispiele den angehenden Game Designern &#8222;Wie Entwicklerinnen und Entwickler Geschichte schreiben, und warum das wichtig ist!&#8220; Als Basis er\u00f6rterten wir zun\u00e4chst, was die gesellschaftliche Relevanz digitaler Spiele mit historischen Inszenierungen ausmacht, wieso sie \u00fcberhaupt f\u00fcr die Geschichtswissenschaft von Bedeutung sind, und wie \u00fcberhaupt die Begriffe Geschichte, Erinnerung und Erinnerungskultur zusammenh\u00e4ngen. Danach stellte ich aus meiner Forschungsarbeit einige Formen vor, was Entwickler selbst f\u00fcr &#8222;das Historische&#8220; an ihren Spielen halten. Dem stellte ich gegen\u00fcber, wo die Spielenden in der Erinnerungskultur zu verorten sind. Dass es dichte Diskussionen historischer Ph\u00e4nomene in dieser Erinnerungskultur unter Spielenden gibt, belegten zahlreiche Befunde aus meiner Dissertation zum Offiziellen Forum eines Online-Rollenspieles. Als praktische Beispiele f\u00fcr den historischen Umgang wandten wir uns dann konkreten Beispielen zu: Ich verglich die Inszenierungen des Ersten Weltkrieges in einem Team-Shooter und in einem Action-Adventure. Wir thematisierten das Mittelalterbild eines Rollenspiels und den damit zusammenh\u00e4ngenden konservativen zeithistorischen Einfluss. Drittens zeigte ich das komplexe, perspektivabh\u00e4ngige Geschichtsbild eines Online-Rollenspieles. F\u00fcr die angehenden Entwicklerinnen und Entwickler wohl am wichtigsten, kamen wir abschlie\u00dfend auf die Ausgangsfragen zur\u00fcck. Entlang der Beispiele rekapitulierte ich, wie Game Designer Geschichte durch digitale Spiele schreiben &#8211; ob sie es nun bewusst wollen oder nicht. Zahlreiche Gr\u00fcnde, war diese Erkenntnis f\u00fcr die Entwickler selbst wichtig ist, fasste ich schlie\u00dflich am Ende zusammen. Nicht ganz unwesentlich am Beginn der eigenen Karriere ist der Punkt, mit klugen spielmechanischen \u00dcberlegungen in innovativen historischen Szenarien Einzigartigkeit in einem v\u00f6llig \u00fcbers\u00e4ttigten Markt herzustellen. Mein Vortrag und die Diskussion wurden sehr positiv aufgenommen. 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