{"id":114,"date":"2008-08-22T12:09:22","date_gmt":"2008-08-22T10:09:22","guid":{"rendered":"https:\/\/niconolden.de\/person\/?p=114"},"modified":"2019-02-19T17:42:26","modified_gmt":"2019-02-19T16:42:26","slug":"gc2008-marathon-zur-games-convention-in-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/niconolden.de\/person\/2008\/08\/22\/gc2008-marathon-zur-games-convention-in-leipzig\/","title":{"rendered":"In eigener Sache: GC2008, Marathon zur Games Convention in Leipzig"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/niconolden.de\/pix\/thumbs\/GC2008_EntryGC.jpg\" alt=\"Eingangsbereich Messe Leipzig\"\/><figcaption> Abb.: Eingangsbereich der Messe Leipzig (eigenes Foto) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Seit Jahren ersehnt, habe ich 2008 tats\u00e4chlich die <strong><em>Games Convention<\/em><\/strong> in Leipzig besucht. Auch wenn  es sehr hart war, die gesamte Messe plus die Reisewege von und zur\u00fcck nach Hamburg innerhalb eines Tages zu erledigen,  bin ich mit Unmengen von Eindr\u00fccken zur\u00fcckgekehrt. Der einzige Wermutstropfen war, dass man \u00fcber Mittag nicht das  Messegel\u00e4nde verlassen konnte (, um die \u00fcberh\u00f6hten Catering-Preise mit einem Mittagessen in der Leipziger   Innenstadt zu vergessen). Ansonsten war ich sehr begeistert von der Messe Leipzig &#8211; die Anreise war praktisch, die  Anlagen waren gepflegt, sauber und gut strukturiert.   <\/p>\n\n\n\n<p>Zu Schade, dass der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.biu-online.de\/\" target=\"_blank\">|&gt;&nbsp;Bundesverband Interaktive Unterhaltungsindustrie e.V. (BIU)<\/a> der Hauptausl\u00f6ser f\u00fcr das <strong>Ende der   Leipziger Videospiele-Messe<\/strong> verantwortlich ist. Mit fadenscheinigen Argumenten will man f\u00fcr 2009 eine Konkurrenzmesse  in K\u00f6ln etablieren, die sich an das gleiche Zielpublikum richtet. Dem dort versammelten Druck der gro\u00dfen Publisher  wie Ubisoft und Electronic Arts konnten die kleinen Publisher und Entwickler nichts entgegensetzen. Dass allerdings  zwei Messen in Deutschland eher daf\u00fcr sorgen werden, dass beide in der Bedeutungslosigkeit versinken, halte ich bereits  jetzt f\u00fcr gewiss. Schlie\u00dflich hat zwischen 2003 und 2005 die Konkurrenz von <em>European Computer Trade Show (ECTS)<\/em>  und des <em>European Games Network (EGN)<\/em> in London genau welche Consumer-Messe hervorgebracht? Na? Sie ahnen es:   Die Games Convention.  <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/niconolden.de\/pix\/thumbs\/GC2008_Sacred2Characters.jpg\" alt=\"Totenbeschw\u00f6rer Seraphim Sacred2\"\/><figcaption> <br>Abb.: Totenbeschw\u00f6rer und Seraphim <br> (Sacred 2) (eigenes Foto) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\n Nat\u00fcrlich standen f\u00fcr mich aber die faszinierenden Eindr\u00fccke vor allem von Spielepr\u00e4sentationen im Vordergrund, \n wie z.B. <strong>Battleforge<\/strong>, <strong>Mirror&#8217;s Edge<\/strong> und <strong>Dead Space<\/strong> bei <em>Electronic Arts<\/em> oder die \n Probepartie von <strong>Starcraft 2<\/strong> am \u00fcberdimensionalen Messestand von <em>Blizzard<\/em>. Aber auch Gespr\u00e4che mit \n Publishern und Entwicklern (z.B. \u00fcber <strong>Sacred 2<\/strong> oder den Horror-Shooter <strong>F.E.A.R. 2<\/strong>) waren durch ein \n Quentchen Gl\u00fcck m\u00f6glich. Viel Mut erforderte wohl auch der \n Auftritt von Pyranha Bytes bei ihrem neuen Publisher Deep Silver, nachdem die von der <strong>Gothic 3<\/strong>-Bugpest \n verbitterte Community den Entwickler schon als Piranha Bugs verschrie. \n <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/niconolden.de\/pix\/thumbs\/GC2008_Endwar_Headset.jpg\" alt=\"Endwar Sprachsteuerung\"\/><figcaption> <br>Abb.: Endwar-Entwickler und Sprach- <br> steuerung (eigenes) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>  Eine <strong>herbe Entt\u00e4uschung<\/strong> erlebte ich bei der Pr\u00e4sentation des mit vielen Vorschusslorbeeren bedachten   <strong>Endwar<\/strong> von Ubisoft, welches mit einer innovativen Sprachsteuerung das Echtzeit-Strategie-Genre auf Konsolen etablieren wollte. Zwar klappte die Sprachsteuerung anstandslos, wie der Chef-Entwickler vorf\u00fchrte, doch offenbar waren die Spielinhalte dahinter vergessen worden &#8211; selten wurde meine Vorfreude schon bei der Pr\u00e4sentation so herbe entt\u00e4uscht. Au\u00dferdem sah das Spiel keineswegs \u00fcberragend aus.  <\/p>\n\n\n\n<p>Auch waren die <strong>Unterhaltungen in den zahlreichen Warteschlangen<\/strong> mit anderen G\u00e4sten aus vielen Teilen Europas sehr   aufschlussreich. Unter anderem tauschte ich mich so mit ein paar Italienern \u00fcber unsere deutsche Jugendschutzdebatte  in der Schlange vor dem apokalyptischen Endzeit-Rollenspiel Fallout 3 aus, und stellte erstaunt fest, dass die Spieler auf der Halbinsel offenbar die deutsche Diskussion sehr detailliert verfolgen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Ein au\u00dferordentlich  sachliches und wertvolles Gespr\u00e4ch ergab sich auch in der Schlange vor dem Horrorshooter F.E.A.R. 2 \u00fcber den dramaturgischen Gehalt von blutiger Gewaltdarstellung in dem Titel mit ein paar Landsleuten, bevor ich mich bei einer Probepartie mit einem Tschechen \u00fcber die Vorz\u00fcge und Nachteile des neuen Spielprinzips von Phenomics   <strong>Battleforge<\/strong> austauschte.  <\/p>\n\n\n\n<p>Schon allein deswegen war es die anstrengende Reise nach Leipzig wert. Ich bin gespannt, wie dort mit dem Affront durch  den BIU umgegangen wird. Alles Gute, Leipzig.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren ersehnt, habe ich 2008 tats\u00e4chlich die Games Convention in Leipzig besucht. Auch wenn es sehr hart war, die gesamte Messe plus die Reisewege von und zur\u00fcck nach Hamburg innerhalb eines Tages zu erledigen, bin ich mit Unmengen von Eindr\u00fccken zur\u00fcckgekehrt. Der einzige Wermutstropfen war, dass man \u00fcber Mittag nicht das Messegel\u00e4nde verlassen konnte (, um die \u00fcberh\u00f6hten Catering-Preise mit einem Mittagessen in der Leipziger Innenstadt zu vergessen). Ansonsten war ich sehr begeistert von der Messe Leipzig &#8211; die Anreise war praktisch, die Anlagen waren gepflegt, sauber und gut strukturiert. Zu Schade, dass der |&gt;&nbsp;Bundesverband Interaktive Unterhaltungsindustrie e.V. (BIU) der Hauptausl\u00f6ser f\u00fcr das Ende der Leipziger Videospiele-Messe verantwortlich ist. Mit fadenscheinigen Argumenten will man f\u00fcr 2009 eine Konkurrenzmesse in K\u00f6ln etablieren, die sich an das gleiche Zielpublikum richtet. Dem dort versammelten Druck der gro\u00dfen Publisher wie Ubisoft und Electronic Arts konnten die kleinen Publisher und Entwickler nichts entgegensetzen. Dass allerdings zwei Messen in Deutschland eher daf\u00fcr sorgen werden, dass beide in der Bedeutungslosigkeit versinken, halte ich bereits jetzt f\u00fcr gewiss. Schlie\u00dflich hat zwischen 2003 und 2005 die Konkurrenz von European Computer Trade Show (ECTS) und des European Games Network (EGN) in London genau welche Consumer-Messe hervorgebracht? Na? Sie ahnen es: Die Games Convention. Nat\u00fcrlich standen f\u00fcr mich aber die faszinierenden Eindr\u00fccke vor allem von Spielepr\u00e4sentationen im Vordergrund, wie z.B. Battleforge, Mirror&#8217;s Edge und Dead Space bei Electronic Arts oder die Probepartie von Starcraft 2 am \u00fcberdimensionalen Messestand von Blizzard. Aber auch Gespr\u00e4che mit Publishern und Entwicklern (z.B. \u00fcber Sacred 2 oder den Horror-Shooter F.E.A.R. 2) waren durch ein Quentchen Gl\u00fcck m\u00f6glich. Viel Mut erforderte wohl auch der Auftritt von Pyranha Bytes bei ihrem neuen Publisher Deep Silver, nachdem die von der Gothic 3-Bugpest verbitterte Community den Entwickler schon als Piranha Bugs verschrie. Eine herbe Entt\u00e4uschung erlebte ich bei der Pr\u00e4sentation des mit vielen Vorschusslorbeeren bedachten Endwar von Ubisoft, welches mit einer innovativen Sprachsteuerung das Echtzeit-Strategie-Genre auf Konsolen etablieren wollte. Zwar klappte die Sprachsteuerung anstandslos, wie der Chef-Entwickler vorf\u00fchrte, doch offenbar waren die Spielinhalte dahinter vergessen worden &#8211; selten wurde meine Vorfreude schon bei der Pr\u00e4sentation so herbe entt\u00e4uscht. Au\u00dferdem sah das Spiel keineswegs \u00fcberragend aus. Auch waren die Unterhaltungen in den zahlreichen Warteschlangen mit anderen G\u00e4sten aus vielen Teilen Europas sehr aufschlussreich. Unter anderem tauschte ich mich so mit ein paar Italienern \u00fcber unsere deutsche Jugendschutzdebatte in der Schlange vor dem apokalyptischen Endzeit-Rollenspiel Fallout 3 aus, und stellte erstaunt fest, dass die Spieler auf der Halbinsel offenbar die deutsche Diskussion sehr detailliert verfolgen. Ein au\u00dferordentlich sachliches und wertvolles Gespr\u00e4ch ergab sich auch in der Schlange vor dem Horrorshooter F.E.A.R. 2 \u00fcber den dramaturgischen Gehalt von blutiger Gewaltdarstellung in dem Titel mit ein paar Landsleuten, bevor ich mich bei einer Probepartie mit einem Tschechen \u00fcber die Vorz\u00fcge und Nachteile des neuen Spielprinzips von Phenomics Battleforge austauschte. Schon allein deswegen war es die anstrengende Reise nach Leipzig wert. Ich bin gespannt, wie dort mit dem Affront durch den BIU umgegangen wird. 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